Montags geht Daniel eine Stunde mit Monikas Hund aus. Dafür kriegt er von ihr 10 Schimmerlinge. Dienstags nimmt Monika bei Daniel eine Klavierstunde und sie gibt ihm die 10 Schimmerlinge zurück.
Hans gibt Hannes ein Eis aus. Hannes freut sich.
10 Schimmerlinge wandern von Udo über Kerstin und Claudia wieder zurück zu Udo. Dafür gibt Kerstin Udo einen weißen Hai, den sie getöpfert hat. Claudia massiert Kerstin eine Stunde lang die Füße und ertauscht sich dann einen von Udos wunderschönen selbstgemachten Filzringen. Der Ring ist geschlossen.
Für 10 Schimmerlinge hilft Albert Britta eine Stunde lang beim Regal-Aufbauen. Britta bekocht Celia über die Mittagsstunde, auch für 10 Schimmerlinge. Celia gibt Daniel für den gleichen Betrag eine Stunde Mathe-Nachhilfe ...
Für 10 Schimmerlinge hilft Albert Britta beim Regal-Aufbauen. Britta bekocht Celia für 10 Schimmerlinge. Celia gibt Daniel für den gleichen Betrag Mathe-Nachhilfe ...
Für 10 Schimmerlinge überläßt Albert Britta ein Regal. Britta gibt Celia für 10 Schimmerlinge ein Lunch-Paket. Celia gibt Daniel für den gleichen Betrag ein Mathe-Buch ...
Helmut findet beim Umgraben einen Ring. Er verkloppt den Ring für 20 Schimmerlinge und läßt sich dafür 2 Stunden lang die Füße massieren.
5 Millionen Arbeitslose organisieren sich in Tauschringen.
Die Stadt ist zwar verschuldet, will aber trotzdem nicht aufs jährliche Stadtfest verzichten. Sie bekommt vom Tauschring Schimmerlinge dafür, dass sie außerhalb der Schulzeit Klassenräume für Tauschring-Projekte zur Verfügung stellt und für Eintrittskarten zum Schwimmbad, die allerdings nur außerhalb der Hauptbesuchszeiten gelten. Für die Schimmerlinge engagiert sie dann arbeitslose Tauschring-Mitglieder als Helfer fürs Stadtfest. Diese freuen sich trotz klammer Kasse, ihre Familien mal wieder ins Schwimmbad ausführen zu können.
Aller Anfang ist schwer und auch nicht kostenlos. Papier und Porto, Fahrten und Telefonate müssen finanziert werden. Einen Teil seiner Einnahmen erhebt der Tauschring in Schimmerlingen und zwar nicht nur um sich Papier, Porto und Mithelferzeit zu ertauschen, sondern vor allem um den Tausch in Gang zu halten. Jedes Tauschring-Mitglied erhält ein Guthaben in Schimmerlingen und entrichtet je nach Höhe des Guthabens jeden Monat einen %-Satz davon an den Verein. Im Gegensatz zu anderen Vereinen ist der Tauschring daran interessiert, das jedes Mitglied versucht seinen Beitrag so gering wie möglich zu halten, also sein Kontostand so niedrig wie möglich zu halten. Wieso möchte der Tauschring das und hat er dann nicht zu wenig Einnahmen?
Thorsten tauscht alle seine Schimmerlinge, aber niemand fragt nach, was er anbietet. Alle anderen freuen sich erst einmal, denn ihre Angebote wurden nachgefragt, ihre Guthaben haben sich erhöht und sie können sich jetzt noch mehr ertauschen. Thorsten versucht was anderes anzubieten, aber was, wenn auch das niemand nachfragt?
Frauke verlässt Ahrensburg und den Tauschverein. Ihr Kontostand ist viel höher, als ihr Anfangsguthaben, doch sie möchte für den Überschuss nichts mehr eintauschen. Der Überschuss geht damit an den Verein.
Der Tauschverein beobachtet das viele Mitglieder viel tun und viele Schimmerlinge einnehmen, aber sie nur sehr zögerlich wieder ausgeben. Da der allgemeine Tausch dadurch ins Stocken gerät, beschließt der Verein die prozentualen Beiträge in Schimmerlingen zu erhöhen. Schimmerlinge horten wird teurer!
Georg, Hannes, Ursula und Hans sind alle über 50 und arbeitslos. Georg ist Programmierer, Hannes Ingenieur, Ursula ist Kauffrau und Hans Zimmermann, aber von Arbeitgebern hören sie oft, sie seien zu alt. Da sie alle Lust auf Arbeit haben, gründen sie die „Tausch AG", sie wollen sich gemeinsam Projekten widmen, die für einen allein zu groß sind oder gemeinsam einfach mehr Spaß bringen. Meist entscheiden sie zusammen, welches Projekt sie angehen wollen, aber sie haben auch schon mal reihum „Chef" gespielt, was eine interessante Erfahrung war. Bei größeren Projekten holen sie sich auch mal andere Vereinsmitglieder hinzu. „Wir stellen ein." sagt Ursula schmunzelnd. Immer versuchen sie bei ihren Projekten neues zu lernen und bringen auch einander viel bei. Hans dokumentiert die Projekte auf einer Seite im Internet; das hat er von Georg gelernt. Zur Zeit werben sie lokale Geschäfte für den Tauschverein und basteln für diese dann Werbekonzepte und Webseiten. Für die Stadt Ahrensburg haben sie einen Müllfeiertag organisiert, indem sie Müllsammeln zu einem Sportwettkampf machten. Mit zwei weiteren Vereinsmitgliedern und drei Gemeindemitgliedern wurden die Gottesbuden neu gestrichen. Ihr großer Traum ist die Errichtung einer 200qm großen Altentagesstätte aus Holz, die Stadt hat schon versprochen ein Grundstück zu stellen, Ursula ist dabei mit Sparkasse, Ahrensburger Altenheimen und einer großen Holzhandlung ein Finanzierungskonzept zu erstellen, Hannes hat schon Statik und Baupläne in der Schublade, zwischen Ostern und Pfingsten im nächsten Jahr soll der Rohbau errichtet werden, wobei nicht nur Mitglieder des Tauschvereins, sondern auch Ahrensburger Schüler und Rentner mit involviert sein werden. Nur ein Traum?
Barbara hat einen alten VW-Passat, ihr Mann fährt einen Mercedes als Firmenwagen. Während der Woche „spielt" sie oft Fahrdienst, für ihre drei schulpflichtigen Kinder, am Wochenende fährt die ganze Familie oft mit dem Mercedes an die Ostsee. Deshalb bietet sie sich Montags und Mittwochs als Kinderfahrdienst an, während sie Dienstags und Donnerstags denselben Dienst von einer anderen Tauschkumpanin und Mutter in Anspruch nimmt. Am Wochenende verleiht sie ihren Passat gegen Schimmerlinge. Für Unfallschäden am Passat haftet der Fahrer mit bis zu 3.000 € Selbstbeteiligung, wie bei manchen kommerziellen Autovermietungen auch. Wenn der alte Wagen sonst wie schlapp macht, beteiligt sich der jeweilige Fahrer mit 100 € an den Reparaturen, dadurch stellt sie sicher, dass auch die anderen Fahrer ihren alten Wagen pfleglich behandeln. Bernd, der immer mit Bus & Bahn nach Hamburg zur Arbeit fährt nutzt dieses Angebot zu einem gelegentlichen Wochenendausflug an die Nordsee.
Rasenmäher, Bohrmaschine, Drehbank, Flex, Werkbank, Hobel, Hexelmaschine, Betonmischer, Schubkarre, Strommeßgerät, Diaprojektor, Beamer, Digitalkamera, Malerleiter, wieviel kosten all diese Geräte und wie oft im Monat benutzen wir sie tatsächlich. Durch den Tauschverein erfahren Sie wo sie was mal kurz leihen können, für Schimmerlinge natürlich.
Immer wenn der Wunsch besteht etwas zu machen, es aber daran scheitert, das die nötigen Utensilien und Werkzeuge fehlen, dass es an Kapital oder Räumlichkeiten mangelt, versucht der Tauschverein Lösungen zu finden. Mal findet sich bei einem anderen Vereinsmitglied das nötige Werkzeug oder der Verein schafft sich selber von seinen Überschüssen z.B. ein paar gebrauchte Computer an, die er einer städtischen Schule zur Verfügung stellt und dafür Nachmittags deren Räume benutzen kann, die er gegen Schimmerlinge an ein Vereinsmitglied vermietet, das einen Computerkurs geben möchte.
Butter, Mehl, Dosensuppe - bei Martha gibt's das Sonntags für Schimmerlinge!